Wir vergleichen nicht nur diverse Olivenöle, sondern zeigen auch, ob es einen professionellen Olivenöl Test von einer Verbraucher-Zeitschrift gibt. Die Stiftung Warentest, Ökotest und andere Magazine veröffentlichen häufig Testberichte zu Lebensmitteln.

Manche der Marken gibt es nur bei Supermärkten wie Aldi, Lidl, Edeka, Rewe usw. Andere sind auch im Internet bestellbar. Am Ende des Beitrags finden Sie dann noch einen Ratgeber der alle Fragen rund um den Kauf von Olivenöl beantwortet.

Hochwertiges Olivenöl auswählen: Darauf gilt es zu achten
  • Achten Sie auf das Herkunftsland und den Jahrgang.
  • Die Olivensorten spielen eine große Rolle für den Geschmack.
  • Sie sollten nur mechanisch, also kalt, gepresstes Olivenöl konsumieren.
  • Olivenöl sollte ein fester Bestandteil der Ernährung sein.
  • Achten Sie auf das Verhältnis von Füllmenge zu Kaufpreis.
  • Kundenrezensionen geben schlüssige Hinweise auf die Qualität.
Derzeit besonders beliebt

Sollten Sie keine Zeit haben, den ganzen Beitrag zu lesen, können Sie auch direkt dieses, aktuell sehr beliebte, Produkt auf Amazon ansehen:


Olivenöl Vergleich: Unsere Empfehlungen

Los geht es mit unserem Vergleich. Die Empfehlungen der besten Olivenöle basieren auf einem Vergleich der wichtigsten Kriterien. Dazu gehören der Säuregehalt, das Extraktionsverfahren & vieles mehr. Die Grundlage des Olivenöl Vergleich bilden die von den Herstellern bereitgestellten Daten. Die Lebensmittel wurden von uns nicht in der Praxis getestet.

Kauftipp: Castillo de Canena – Family Reserve Picual

Olivenöl extra vergine Family Reserve Picual 500ml - Castillo de Canena
Marke: Castillo de CanenaKaufempfehlung
Extraktion: Mechanisch/Kalt
Inhalt: 0,5 Liter
Herkunft: Spanien
Säuregehalt: Ca. 0,12%
Besonderheiten: Stammt aus 250 Jahre alten, traditionsreichen Familienbetrieb, das beste Öl und der ganze Stolz der Familie, hoch aromatisch, würzig und unübertroffen fein

Aus langer Familientradition, umweltschonend produziert heimst dieses Öl Bestnoten, wie etwa bei Stiftung Warentest ein. Es richtet sich an Olivenöl Kenner und ist bewusst stark und bitter im Abgang, so wie ein gutes Olivenöl sein sollte. Unsere Meinung: Purer Geschmack, hoher Anteil an Antioxidantien für einen gesunden Lebensstil.


Preistipp: Terra Creta – Extra Natives Olivenöl

Terra Creta traditional g.U. - Extra natives Olivenöl aus Kolymvari / 5 Liter
Marke: Terra Cretaempfehlung bestenliste
Extraktion: Mechanisch/Kalt
Inhalt: 5 Liter
Herkunft: Griechenland
Säuregehalt: Gering
Besonderheiten: Mehrfache Auszeichnungen, für Salate und auch das Kochen geeignet, Fairtrade, vegetarisch

Bei Terra Creta wird großen Wert auf traditionellen Anbau in der kretischen Art gelegt. Die Nachhaltigkeit steht dabei im Mittelpunkt. Das schützt die Umwelt und sorgt für ein fruchtiges, frisches Olivenöl. Das Olivenöl unterliegt ständigen, strengen Untersuchungen und Analysen, um eine fortwährend hohe Qualität zu gewährleisten. Zum Einsatz kommt die traditionsreiche Olivensorte Kolymvari. Unsere Meinung: Preisgünstig bedeutet bei weitem nicht schlecht, wie dieses hochwertige, umweltbewusst produzierte Olivenöl beweist.


Kauftipp: Kleos – Kalamata Natives Olivenöl

Kleos Kalamata Natives Olivenöl Extra 5 Liter, Neue Ernte 2021/22, MHD 31.12.2023, Säuregehalt <0,5%, Kaltextraktion, Familie gemacht
Marke: Kleos
Extraktion: Mechanisch/Kalt
Inhalt: 5 Liter
Herkunft: Griechenland
Säuregehalt: <0,5%
Besonderheiten: Naturbelassene Produktion ohne Chemikalien, unter 27° C, stammt aus Familienbetrieb

Seit 1938 wird dieses absolut hochwertige, griechische Olivenöl hergestellt. Es werden niemals Olivenöle unterschiedlicher Erntezeiten gemischt. Zum Einsatz kommt die handverlesene Koroneiki-Sorte. Die Ernte erfolgt tagsüber, per Hand, das schont die Oliven und den Vogelbestand. Der Versand jeder Dose erfolgt in einer Umverpackung aus Styropor, so kann nichts verbeult werden oder kaputt gehen. Unsere Meinung: Hervorragendes Kalamata-Olivenöl aus traditionsreicher Familienproduktion.


Jordan – Natives Olivenöl Extra

Jordan Olivenöl - Natives Olivenöl Extra von der griechischen Insel Lesbos - traditionelle Handernte - Kaltextraktion am Tag der Ernte - Kanister im traditionellen Retro-Design mit Ausgießer - 1,00 Liter
Marke: Jordan
Extraktion: Mechanisch/Kalt
Inhalt: 1 Liter
Herkunft: Griechenland
Säuregehalt: <0,5%
Besonderheiten: Mehrfach ausgezeichnetes Spitzenprodukt, ohne Füllstoffe, ohne Konservierungsmittel, Retro-Ausgießer, Handernte

Dieses hochwertige Olivenöl wird noch ganz traditionell hergestellt, inklusive Handernte und einem mechanischen Prozess, der die 27 Grad nicht überschreitet. Das schont nicht nur die Oliven und das Aroma, sondern auch die Umwelt und Tierwelt. Das Olivenöl ist Geschmack pur und kommt vollständig ohne Zusatzstoffe aus. Es kommen die Olivensorten Kolovi und Adramitiani zur Verwendung. Unsere Meinung: Hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis für ein traditionelles, griechisches Olivenöl hoher Güte.


Mihelakis – Kolympari Natives Olivenöl

Mihelakis Kolymvari Natives Olivenöl Extra g.U. 5L
Marke: Mihelakis
Extraktion: Mechanisch/Kalt
Inhalt: 5 Liter
Herkunft: Griechenland
Säuregehalt: <0,7%
Besonderheiten: Sortenrein, naturbelassen mit geschützter Ursprungsbezeichnung, auch für das Kochen und Braten geeignet

Nur mittels einem klassischen, mechanischen Pressverfahren wird das Olivenöl aus der weltweit besten Olivensorte, den Koroneiki-Oliven gewonnen. Das Olivenöl ist sortenrein und garantiert nicht verschnitten. Jeder Jahrgang ist aufs Neue ein genuss. Unsere Meinung: Sehr guter Preis für ein sehr gutes Olivenöl aus dem Herzen Griechenlands.


Farchioni – Olio Extra Vergine Grezzo

Olio Extra Vergine Grezzo 1000 ml (3 x 1,0 l)
Marke: Farchioni
Extraktion: Mechanisch/Kalt
Inhalt: 3 x 1 Liter
Herkunft: Italien
Säuregehalt: Gering
Besonderheiten: Vegan, perfekt zu Gebäck, Traditionsbetrieb

Dieses aus Umbrien stammende, italienische Olivenöl passt hervorragend zu Pasta, Pizza und Meeresfrüchten aus dem Mittelmeer. Der Geschmack ist fruchtig bis würzig und das Öl wurde an keinem Punkt in der Produktion chemische Zusätzen ausgesetzt. Es wurde kalt gepresst und schonend verarbeitet. Unsere Meinung: Der Geschmack Italiens, in Flaschen gefüllt.


Olivenöl Test: Die Testsieger von Ökotest, Stiftung Warentest & mehr

In der folgenden Tabelle sehen Sie welche der Zeitschriften bzw. Sendungen bereits einen Olivenöl Test veröffentlicht hat. Desweiteren informieren wir über das Jahr der Veröffentlichung und schreiben ob Testsieger und Testergebnisse kostenlos einsehbar sind.

Zeitschrift Testbericht erschienen? Jahr Link Testergebnisse kostenlos
Stiftung Warentest Ja 2021 Link
  • Artgerecht Phenolio Natives Olivenöl extra (Bio) (Note 1,8)
  • Selezione Gustini Antico Frantoio della Fattoria Natives Olivenöl extra (Note 1,8)
SRF – Schweizer Fernsehen  Ja/Nein
Ökotest  Ja 2022 Link Nein
Haus & Garten Test  Ja 2021 Link Nein
Konsument.at  Nein
Ktipp.ch  Nein
SWR Marktcheck Nein
ETM Testmagazin Nein

Bitte beachten Sie, heutzutage ist es gängige Praxis, dass die neuesten Testberichte von den Fachmagazinen hinter einer sogenannten Paywall versteckt werden. Diese sind dann nicht kostenlos einsehbar, es wird ein kleiner Betrag oder ein Abo fällig. Wir verdienen nichts an dieser Praxis und haben darauf auch keinen Einfluss.

Ökotest und Stiftung Warentest haben sehr aktuelle Tests zum Thema online, SWR Marktcheck nimmt auf den Stiftung Warentest Bezug. Sollten kurzfristig noch weitere Olivenöl Testbericht Artikel auftauchen, so werden wir diese in unserer Tabelle für Sie ergänzen.

Wie werden Olivenöl Testsieger ermittelt?

Wie bei vielen anderen Produkttests werden erst einmal die bekanntesten Teilnehmer recherchiert. Danach werden die Produkte nach Preisklasse und Qualitätsmerkmalen in Kategorien eingeteilt, um so untereinander vergleichen zu können.

Im Falle von Olivenöl spielen Kriterien wie maximale Erhitzbarkeit, native Pressung, Reinheitsgrad, Verschmutzungen und natürlich auch subjektive Dinge wie Geschmack, Geruch und Farbe eine große Rolle. Gerade das Fachmagazin Stiftung Warentest geht bei solchen Verfahren sehr gründlich vor.

Olivenöl sei insgesamt besser geworden in den letzten Jahren, so schlußfolgert Stiftung Warentest, den gesamten, ausführlichen Test kann man jedoch nur gegen einen kleinen Obolus einsehen und somit können wir nicht abschließend sagen, welches Olivenöl von Stiftung Warentest empfohlen wird.

Olivenöl Ratgeber

Viel Spaß bei unserem Ratgeber zum Thema Olivenöl. Wir beantworten häufig gestellte Fragen und erklären wichtige Details.

Olivenoel Testsieger

Häufige Inhaltsstoffe: Polyphenole, gesättigte & ungesättigte Fettsäuren

Olivenöl ist ja angeblich viel gesünder als tierische Fette und auch viele pflanzlichen Öle, sie fördern das “gute Cholesterin” und senken das ungünstige im Blut. Es lässt sich auch gut erhitzen und ist sogar zum Braten und frittieren geeignet. Olivenöl erfreut sich deshalb größter Beliebtheit, und das zurecht. Doch in der Diskussion rund ums Olivenöl fallen immer wieder Fachbegriffe, die auch der interessierte Laie schon einmal gehört haben sollte. Die wichtigsten davon haben wir folgend für Sie zusammengetragen.

Polyphenole: Polyphenole sind in Pflanzen vorkommende, bioaktive Stoffe wie Farb- und Geschmacksstoffe. Ihnen wird eine entzündungshemmende und krebsvorbeugende Wirkung nachgesagt.

Gesättigte Fettsäuren: Auch als “SFA” bezeichnet bilden gesättigte Fettsäuren die einfachsten Fette. Die täglich zugeführte Menge an solchen Fettsäuren sollte nach neuesten Erkenntnissen die 10% Marke nicht überschreiten. Sie können zu Herz- und Gefäßerkrankungen und hohem Blutdruck führen. Auch bilden sie schädliches Cholesterin. Sie kommen vor allem in tierischen Fetten vor, wie in Butter, Wurstwaren, Schmalz und dergleichen. Auch im sonst als gesund geltenden Kokosfett sind große Mengen gesättigte Fettsäuren enthalten.

Ungesättigte Fettsäuren: Die ungesättigten Fettsäuren können die gesättigten, die zum Beispiel in fettigem Fleisch, Vollmilchprodukten und vielen Fertigprodukten vorkommen, gänzlich ersetzen. Die ungesättigten Fettsäuren sind gesund für Sie, denn sie senken das schlechte LDL-Cholesterin und damit das Risiko auf Herzerkrankungen. Davon abgesehen sind ungesättigte Fettsäuren ein hervorragender Energieträger für den Körper. Sie sind auch für die Zellmembran und den Stoffwechsel mitverantwortlich. Da der Körper diese nicht selbst produzieren kann, müssen sie über die Nahrung zugeführt werden und gehören somit zu den essentiellen Fettsäuren.

Vitamin K + E: Vitamin K benötigt der Körper für die Regulierung der Blutgerinnung. Gesundes Blut, gesunder Körper. So werden Wunden im Körper optimal geheilt und es kommt zu keinen Verstopfungen. Vitamin E entschärft sogenannte “freie Radikale” und verhindert so die Zellalterung. Vitamin E wird als Zellschutz-Vitamin bezeichnet. Auch für das Gehirn, insbesondere das Gedächtnis ist Vitamin E gut. 

Oleocanthal: Dieser Wirkstoff wurde erstmals in Olivenöl entdeckt. Das ist noch gar nicht so lange her, nämlich im September 2005 von Gary K. Beauchamp am Monell Institut. Der Wirkstoff sei entzündungshemmend und eine echte Alternative zu zum Beispiel dem umstrittenen Ibuprofen, welches die Wirkung con Olecoanthal in Kombination hemmt. Untersuchungen an der Uni von Louisiana legen nahe, dass Oleocanthal auch die Entwicklung von Alzheimer hemmen könnte.

Ungefiltertes Olivenöl – Vorteile & Nachteile

Vorteile:

  • Mehr Schwebestoffe enthalten daher intensiverer Geschmack
  • Naturbelassen
  • Schonende Verarbeitung
  • Mehr antioxidative Inhaltsstoffe, also gesünder
  • Filterung kann die Qualität des Öls beeinträchtigen

Nachteile:

  • Meist teurer
  • Nicht so lange haltbar wie gefiltertes oder gar raffiniertes Olivenöl
  • Nicht so einfach zu bekommen
  • Weniger Menschen bekannt
  • Die Meinungen gehen auseinander wie viel gesünder ungefiltertes Olivenöl wirklich ist

Varianten: Olivenöl mit Zitrone, Basilikum, Knoblauch & mehr

Zitrone: Zitronenaroma im Olivenöl funktioniert ganz wunderbar mit Meeresfrüchten sie Schrimps und Garnelen, auch in Verbindung mit Pasta ein Genuss.

Basilikum: Olivenöl mit Basilikum eignet sich sehr gut für kalte, italienische Vorspeisen wie zum Beispiel Caprese. Generell mit Käse und Tomaten funktioniert Olivenöl mit Basilikum sehr gut.

Limette: Frische Salate sind während der besonders heißen Sommerwochen immer eine tolle Abwechslung. Zum Marinieren des Salates kann Limetten-Olivenöl ein erfrischender Kick sein.

Knoblauch: Olivenöl und Knoblauch passt sehr gut zu Fisch und Garnelen oder Spaghetti al Olio. 

Chilli: Olivenöl mit Chilli ist ein richtiger Geheimtipps. Etwas italienischer Rohschinken, Ciabatta Brot, in Flocken geriebener Parmesan und eine Honigmelone ergeben zusammen mit scharfen Cilli Olivenöl eine traditionell-italienische Vorspeise von der man nicht genug bekommen kann.

Kräutern: Olivenöl mit Kräutern passt sehr gut zu Kartoffeln und einer Vielzahl von Salaten. Auch zu Fleischgerichten und beim Grillen passt es gut.

Rosmarin: Rosmarin ist wohlriechend und zusammen mit Olivenöl können damit Mückenstiche behandelt, oder aber auch Beilagen wie Kartoffeln zubereitet und verfeinert werden.

Herkunft: Olivenöl aus Sizilien, Ligurien, Kroatien, Kreta & Mallorca

Sizilien: In Italien gibt es schätzungsweise über 250 Millionen Olivenbäume. In Italien werden über 300 Sorten angebaut, Biancolilla, Moresca, Santagatese und Nocellara sind die häufigsten Sorten auf Sizilien. Sizilisches Olivenöl gehört zu den weltbesten Olivenölen.

Ligurien: Auch Ligurien ist ein italienisches Anbaugebiet mit Weltruhm, hier werden die Sorten Taggiasca, Lavagnina, Colombaia, Pignola, Merlina, Pinola, Rossese und Razzola vorwiegend angebaut. Lugirische Olivenöle finden sich immer wieder in den Testberichten ganz weit vorne.

Kroatien: In Kroatien wird meist die Sorte “Oblitza” angebaut. Sie kann je nach Erntezeit grün oder auch schwarz angeboten werden. Hauptanbaugebiete sind entlang der Kvarner Bucht, der Kvarner Inseln und auf Istrien.

Kreta: In Griechenland, vorwiegend auf Kreta, hat Olivenanbau lange Tradition. Die Gesamtanbaufläche beträgt etwa 750.000 ha (Stand 2011). Die wichtigsten griechischen Olivensorten sind Adramytiani, Doppia, Kalamata, Kolovi, Koroneiki, Karydolia, Manaki, Psiloeila, Prassinolia und Tsounait. Oliven spielen insgesamt in der griechischen Küche eine große Rolle, weshalb auch dem Olivenöl so große Bedeutung zugemessen wird.

Mallorca: Spanisches Olivenöl stammt zu 90% aus Andalusien, von insgesamt über 215 Millionen Olivenbäumen. Die wichtigsten Sorten sind Picual, Arbequina, Blanqueta, Cornicabra, Hojiblanca, Lechin de Sevilla, Manzanilla, Picudo, Verdial und Morisca. Der Export von Olivenöl lässt sich in Spanien und Andalusien insbesondere bereits im 13. Jahrhundert belegen, damals wurde schon nach Nordafrika exportiert.

Die beliebtesten Marken: Fratelli Carli, Morlock Motors, Kreta Öl, Edeka & Rewe

Fratelli CarliMorlock MotorsKreta ÖlEdekaRewe

Das berühmte Olio Carli stammt vom italienischen “Fratelli Carli” Familienunternehmen. Gegründet wurde das Unternehmen bereits 1911 und hat den Sitz in Oneglia. Seit 1927 ist Carli der Speiseöllieferant für den Vatikan. Seit 1997 gibt es auch eine auf Olivenöl basierende Kosmetiklinie von Fratelli Carli.

Das rustikal anmutende Unternehmen Morlock Motors stammt aus Deutschland, genauer aus Peterslahr und wird dort auch betrieben. Das Unternehmen vertreibt hochwertige Speiseöle über einen großen Webshop in ganz Europa. Neben nativem Olivenöl gibt es auch Gewürzmischungen zu kaufen.

Woher Kreta Öl stammt ist nicht schwer zu erraten. Über einen eigenen Webshop kann hochwertiges Olivenöl aus Kreta bestellt werden. Es zeichnet sich vor allem durch eine besonders schonende Gewinnung und Verarbeitung sowie einem geringen Säuregehalt und bester Qualität aus. Es ist 100% naturbelassen und für jeden Olivenöl-Kenner einen Blick, oder auch zwei, wert.

Lebensmittelmarkt-Gigant Edeka verfügt über viele Eigenmarken, dazu gehört auch das EDEKA BIO Native Olivenöl Extra. Es ist eine Mischung aus spanischen, griechischen und italienischen Oliven und wird ausschließlich in mechanischen Verfahren gewonnen (also kalt gepresst). Die Ernte stammt aus kontrolliert ökologischer Landwirtschaft.

Auch Rewe schickt wie Edeka eine Eigenmarke ins rennen. Das “Beste Wahl” Olivenöl Extra von Rewe ist erster Güteklasse und wird ebenfalls ausschließlich mit mechanischen Verfahren gewonnen. Neben dem Rewe-eigenen Olivenöl sind natürlich weitere Speiseöle bekannter Marken im Markt erhältlich.

Olivenöl von Lidl und Aldi zu empfehlen?

Aldi: Aldi bietet sehr gute Eigenmarken, bei Olivenöl wären das Casa Morando und Cantinelle. Öko-Test beurteilte beide Olivenöle und fand 2019 heraus, dass bei Geschmack und Geruch Luft nach oben sei, beide Marken seien zudem mit Mineralölrückständen belastet. Bei so vielen Alternativen raten wir also vom Billig-Olivenöl ab.

Lidl: Zum Zeitpunkt unserer Recherchen herrschte gerade ein Lieferengpass bei Speiseöl von Lidl. Doch bekannt ist, dass “Olisone Natives Olivenöl” seit 2021 bei Lidl verkauft wird. Das Olivenöl schneidet hervorragend ab und tut sich als echtes Schnäppchen bei dem Discounter-Ölen im Premiumsegment hervor. Das Primadonna-Olivenöl bei Lidl schneidet in einigen Tests aber nur mittelmäßig ab. Auch hier raten wir insgesamt zum Kauf andererorts.

Gesundheit: Olivenöl bei Ekzem, Gastritis, Halsschmerzen, Ohrenschmerzen & mehr

Ekzem (Neurodermitis): Durch die entzündungshemmende Wirkung und die essentiellen Inhaltsstoffe ist Olivenöl gut für die Haut. Gerade bei der Behandlung von Erkrankungen wie Neurodermitis kann es helfen, die Haut feucht und geschmeidig zu halten. Ein großer Vorteil von Olivenöl gegenüber anderen Präparaten ist die Naturbelassenheit, Sie wissen also, was Sie auftragen. Die Wirksamkeit ist oft belegt und einem Selbstversuch steht nichts im Wege. Besonders der Juckreiz sollte dadurch besser werden.

Trockene Haut: Olivenöl ist vor allem in den warmen Küstenregionen Europas schon seit Jahrhunderten ein bekanntes Mittel zur Hautpflege. Durch die essentiellen Fettsäuren wird die Haut angereichert und mit Feuchtigkeit versorgt, das fördert Straffheit und Elastizität.

Gastritis: Bei einer Gastritis wird zu viel Salzsäure im Magen produziert, diese greift die Schleimhäute an und das führt dann zu den üblichen Beschwerden. Olivenöl kann die Salzsäure neutralisieren und die Verätzung der Magenschleimhaut unterbinden. 

Halsschmerzen: Halsschmerzen oder auch Hustenreiz kann durch einen Löffel Olivenöl meist sofort gelindert werden, auch wenn der Geschmack erst einmal gewöhnungsbedürftig ist, vor allem bei Kindern. Die Inhaltsstoffen beruhigen das Gewebe und der Ölfilm schließt Bakterien, ähnlich wie Honig, luftdicht ein und hilft somit viele der Bakterien abzutöten.

Ohrenschmerzen: Bei Ohrenschmerzen können Ihnen die entzündungshemmenden Eigenschaften von Olivenöl helfen und die Beschwerden lindern. Außerdem weicht Olivenöl verhärtetes Ohrenschmalz sanft wieder auf. Etwas warmes Öl auf ein Tuch und das Tuch dann 15 Minuten auf das Ohr, oder auch ein paar Tropfen direkt in den Gehörgang, einwirken lassen und danach auf die Seite legen damit es wieder abfließen kann, gelten als altbewährte Hausmittel.

Histaminintoleranz: Olivenöl ist bei Histamin-Intoleranz meist gut verträglich, auch wenn es unverarbeitete Oliven nicht sind. Also ist Olivenöl auch für viele besonders sensible Personen eine gute Wahl in Sachen Speiseöl.

Durchfall: Olivenöl kann Durchfall verursachen, so wie die meisten Öle, doch meistens wirkt es regulierend auf die Darmschleimhaut und beruhigt Verstimmungen. 

Verstopfung: Sollten Sie an Verstopfung leiden, so kann der etwas erhöhte Verzehr von hochwertigen Speiseölen, wie etwa Olivenöl, Abhilfe schaffen. Sprechen Sie hier bitte zuvor mit Ihrem Hausarzt. 

Merkmale: Olivenöl ohne Schadstoffe, Mineralöle, Eigengeschmack, Bitterstoffe, Geruch & mehr

Schadstoffe: In der Vergangenheit gab es oft die Note “Mangelhaft” bei diversen Speiseöl-Tests großer Fachmagazine. Das lag an der Verseuchung mit Schadstoffen, die auf unsachgemäßes Düngen, Industrieabwässer in den Anbaugebieten, industriell belastete Luft, unsaubere Verarbeitung, Mineralölrückstände durch Erntemaschinen usw. zurückzuführen sein kann. Um wirklich auf Nummer sicher zu gehen bleibt nur in regelmäßigen Abständen unabhängige Testberichte zu den Speiseölen zu erkunden.

Mineralöle: Aufgrund der Produktionsbedingungen kann es, vor allem bei Billigmarken, oft zu Verunreinigungen durch Mineralölen kommen. Diese Rückstände finden sich aber nicht nur in Oliven und Olivenöl, sondern dank Abgase der Erntemaschinen und Traktoren in vielen Produkten der industriellen Landwirtschaft. Bedenklich: Wirkliche Richtlinien oder Grenzwerte gibt es nicht. Lediglich unabhängige Tests, zum Beispiel von Stiftung Warentest, ermitteln welche Marken und Produkte belastet sein könnten und welche nicht. Generell sollte man Mineralölspuren in den Nahrungsmitteln so gut wie es geht aber aus dem Weg gehen. 

Eigengeschmack: Der Eigengeschmack von gutem Olivenöl sollte immer bitter sein, auch mit einem scharfen Nachgeschmack, niemals faulig oder ranzig. Einige hochwertige Öle erinnern im Geschmack auch ein wenig an Artischocken

Bitterstoffe: Die Bitterstoffe haben eine hohe antioxidative Wirkung, schützen also die Zellen und binden freie Radikale, das schlägt sich auch im Geruch und natürlich im Geschmack nieder. Extra natives Olivenöl, vor allem aus grünen Oliven hat einen herb bitteren Geschmack und das ist auch gut so. Der bittere Geschmack ist ein Qualitätsmerkmal.

Geruch: Der Geruch von gutem Olivenöl sollte stets fruchtig-herb sein, eventuell, je nach Sorte auch blumig, oder nach grünen Apfel oder grüner Tomate. Niemals aber ranzig, faulig oder scharf

Vogelsterben: In der industriellen Landwirtschaft kommen große Erntemaschinen zum Einsatz, so auch bei der Olivenernte. Diese fahren Nachts durch die Felder, da das Olivenöl bei kühlen Temperaturen besser ist, und saugen die Oliven, mitsamt vieler Vögel, in die Erntemaschine. Vögel wie Rotkehlchen, Grünfinken, Goldfinken, Bachstelzen und Grasmücken sind davon am meisten betroffen. Sie ruhen nachts und werden oft von den Erntemaschinen überrascht. Bei der traditionellen, händischen Ernte, wo die Oliven am Morgen aus den Olivenbäumen geschüttelt werden, ergibt sich diese Problematik nicht, doch diese Art der Ernte ist längst nicht so ertragreich wie es die Industrie vorgibt.

Welche Olivenöle sind die besten?

Nativ, also kalt gepresste Olivenöle aus biologischer Landwirtschaft sind die besten. Ein hoher Reinheitsgrad und eine tadellose Verarbeitung ohne Verunreinigungen oder Belastung durch Mineralölrückstände sind unumgänglich für die besten Olivenöle.

Welche Produkte genau derzeit als die besten Olivenöle gelten erfahren Sie zum Beispiel im Stiftung Warentest Olivenöl Testbericht.

Was ist an Olivenöl so gesund?

Die hohe Konzentration an Antioxidantien und die Minimierung des ungesunden Cholesterins werden als die wichtigsten, gesundheitsfördernden Faktoren genannt. Zudem hat es viele weitere Anwendungen als nur den Verzehr, so kann es bei trockenen Haaren oder Haut helfen und hilft bei der natürlichen Bräunung.

Olivenoel Vergleich

Kann man Olivenöl über das Verfallsdatum hinaus verwenden?

Wurde das Olivenöl richtig gelagert und war die Flasche noch verschlossen, kann es auch bis zwei Jahre über das Verfallsdatum hinaus noch gut sein. Achten Sie beim Öffnen jedenfalls auf Ablagerungen, Schimmel und einen ranzigen Geruch. Testen Sie das Öl mit der Fingerspitze, schmeckt das Öl ranzig, merken Sie das sofort.

Welches Olivenöl ist für was?

Kaltgepresste, native Olivenöle sind für kalte Speisen wie Salate oder für den Genuss mit Baguette gedacht. Sie sind die gesündesten und sollten nicht erhitzt werden, denn ist einmal der Rauchpunkt bei etwa 175 Grad erreicht, wird es schnell ungenießbar und alle wichtigen Inhaltsstoffe zerfallen. Es gibt extra zum Braten und Frittieren raffiniertes Olivenöl. Diese sind mit dem Hinweis “zum Braten und Kochen” gekennzeichnet.

Auch Olivenöle mit Geschmack, wie Limone, Kräutern oder Chili gibt es und diese eignen sich besonders für spezielle Arten von Gerichten, wie Vorspeisen und deftige Gerichte. Wollen Sie Olivenöl zur Körperpflege verwenden, greifen Sie zum kaltgepressten Olivenöl.

Was passiert, wenn man jeden Tag Olivenöl isst? 

Es fördert die Gesundheit, wirkt entzündungshemmend und ist reich an Antioxidantien. Manche Studien deuten sogar darauf hin, dass es Krebs vorbeugen könnte. Kurz gesagt, Sie tun sich selbst und ihrem Körper etwas Gutes. Experten empfehlen täglich hochwertiges Olivenöl in der Menge eines Esslöffels in den Speiseplan einzubauen.

Welches Olivenöl ist das beste der Welt?

Beim Vergleich EVOO 2021 wurde das Rincón de La Subbética DOP Priego de Cordoba zum weltbesten Olivenöl gekürt. Es gibt unterschiedliche Maßstäbe, Wettbewerbe und Organisationen die jährlich die besten Olivenöle ermitteln. Achten Sie auf entsprechende Kennzeichnungen.

Weiterführende Links und Quellen:

  • EVOO World Ranking Olive Oils: Link
  • Bertolli Olivenöl Guide: Link
Alexander Wittmann
Letzte Artikel von Alexander Wittmann (Alle anzeigen)