Kräuter trocknen: Anleitung für Backofen und an der Luft

Kräuter trocknen bedeutet, das ganze Jahr über mit frischen Kräutern zahlreiche Gerichte verfeinern zu können. Es müssen also keine Fertigkräuter aus der Dose sein, denn die selber angebauten Kräuter lassen sich hervorragend für später verarbeiten. Wie das geht, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Kräuter trocknen im Backofen

Wer Kräuter im Backofen trocknen möchte, sollte nach Möglichkeit nur unterirdische Pflanzenteile verwenden. Höhere Temperaturen führen leider häufig dazu, dass viele Kräuter den Trocknungsvorgang nicht unbeschadet überstehen.

Anleitung fürs Kräuter trocknen im Backofen: 

  1. Damit das Aroma nicht verloren geht, sollte der Schnitt kurz über dem Boden stattfinden. Außerdem ist es wichtig, dass beim Schneiden der Kräuter die Triebe nicht mehr als nötig verletzt werden.
  2. Damit Insekten und Schmutz sich aus den Kräutern lösen, sollten sie nur ausgeschüttelt werden. Auf das Abbrausen ist dabei zu verzichten, da nicht nur das Trocknen wesentlich länger dauert, sondern auch die Zersetzung durch das Wasser gefördert wird.
  3. Die Pflanzenteile oder Kräuter selber können nun kleingehackt werden, um sie später portionsweise verarbeiten zu können.
  4. Nun werden die Pflanzenteile auf das Backblech gelegt und dieses für ungefähr zwei bis drei Stunden in den Backofen geschoben. Die Temperatur sollte hierzu bei ungefähr 50 bis 60 Grad liegen.
  5. Handelt es sich allerdings um die Kräuter und nicht um die Pflanzenteile, empfiehlt es sich, die Temperatur auf 30 bis 40 Grad zu reduzieren.
  6. Hierbei ist es wichtig, dass die Backofentür einen Spalt geöffnet bleibt.
  7. Im Anschluss lassen sich die Kräuter in einem Gefäß aufbewahren, welches luftdicht verschlossen wird.

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Kräuter trocknen an der Luft

Im Gegensatz zur Backofentrocknung ist das Trocknen an der Luft eine sehr schonende Variante. Häufig werden dazu die Kräuter nur mit klassischen Haushaltsgummis verbunden und kopfüber aufgehangen. Schon nach 24 bis 48 Stunden sind bei optimalen Temperaturen die Kräuter perfekt getrocknet.

Kraeuter trocknen

Anleitung fürs Kräuter trocknen an der Luft: 

  1. Bevor die Kräuter zum Trocknen aufgehängt werden, sollte der Schmutz aus ihnen heraus geschüttelt werden. So bleiben auch keine Insekten zurück, die sich vielleicht dort eingenistet haben.
  2. Danach werden die Kräuter gebündelt und mit einem Gummi zusammengehalten. Nun lassen sie sich kopfüber in einem recht staubfreien Raum bei einer Temperatur von etwa 20 bis 30 Grad aufhängen.
  3. Der Trocknungsvorgang sollte nicht zu lange dauern, da es sonst passieren kann, dass die Kräuter anfangen zu schimmeln. Das gilt insbesondere für den Eibisch oder den Frauenmantel.
  4. Sind die Kräuter vollständig getrocknet, lassen sie sich vom Stiel schieben, um in einem luftdicht verschlossenen Behälter aufbewahrt zu werden.
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Kräuter trocknen mit einem Dörrautomat

Das klingt jetzt sicherlich sehr ungewöhnlich, doch ist es eine recht einfache Möglichkeit, die Kräuter lange haltbar zu machen. Da viele Kräuter ätherische Öle abgeben, sprich sehr wärmeempfindlich sind, sollte die Temperatur maximal bei 40 Grad liegen. Die Trocknungszeit selber ist sehr unterschiedlich und richtet sich nach der Frische der Kräuter. Thymian beispielsweise ist bereits nach vier Stunden getrocknet, während Salbei ungefähr 12 Stunden benötigt.

Anleitung fürs Kräuter trocknen mit dem Dörrautomat

  1. Wichtig ist vorher, dass die Kräuter von Schmutz und Insekten befreit werden. Dazu reicht es aus, sie gründlich zu schütteln.
  2. Kräuter mit angefaulten oder gelben Stellen sollten aussortiert werden, da sich diese zum Trocknen nicht eignen.
  3. Die Temperatur sollte bei etwa 40 Grad liegen, wobei die Trocknungszeit zwischen zwei und vier Stunden in der Regel liegt.
  4. Nach dem Trocknen werden die Kräuter von den Stielen gelöst und können luftdicht verpackt werden. Dazu eignen sich sehr gut Frischhaltedosen mit einem Deckel, damit keine Feuchtigkeit eindringen kann.
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Kräuter einfrieren, eine gute Alternative, um sie haltbar zu machen?

Kräuter lassen sich auf verschiedene Weise haltbar machen. Sie können sowohl getrocknet als auch eingefroren werden. In beiden Fällen ist es wichtig, dass es sich um frische Kräuter handelt, da somit das intensive Aroma erhalten bleibt.

Kraeuter einfrieren

Lassen sich Kräuter in der Mikrowelle trocknen?

Wichtig ist hierbei, dass die Kräuter von Schmutz und Insekten gereinigt werden. Danach können sie auf ein Küchenpapier gleichmäßig verteilt werden. Zusammen mit dem Küchenpapier werden die Kräuter dann in die Mikrowelle für ungefähr 30 Sekunden gegeben. Die Temperatur sollte dazu sehr gering sein, da sonst das Aroma verloren geht. Am besten sollten sie intervallmäßig getrocknet und immer wieder gewendet werden.

Lassen sich alle Kräuter trocknen?

Es gibt einige Kräuter, die sich deutlich besser trocknen lassen als andere. Lorbeer, Salbei, Rosmarin, Thymian, Majoran, Oregano oder Pfefferminze lasen sich sehr gut trocknen. Kräuter, die sehr weiche Blätter haben, sind zum Trocknen nicht unbedingt geeignet. Schwarznessel, Weinraute oder auch Estragon, um nur einige wenige zu nennen, sollten überhaupt nicht getrocknet werden.

Wann ist die richtige Erntezeit zum Trocknen?

Der optimale Zeitpunkt ist im Grunde genommen vor der Blühzeit. Meist liegt diese Zeit zwischen Juni und Juli. Das Aroma ist sehr intensiv und bleibt beim Trocknen erhalten, sofern keine allzu hohe Temperatur gewählt wird.

Wie lassen sich getrocknete Kräuter am besten aufbewahren?

Sie können sehr gut in Schraubgläsern oder Vorratsgläsern aufbewahrt werden. Die Gläser sind in der Regel luftdicht verschlossen, sodass keine Feuchtigkeit eindringen kann. Das Aroma bleibt in den Gläsern erhalten und geht nicht verloren.

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Alexander Wittmann
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